Dunkelheit

DUNKELHEIT Entwurf WS 25-26
Wandelräume, Manuel Markin
Canopy, Noah Emmanuel Leander Rulis + Jakob Valis
Canopy, Noah Emmanuel Leander Rulis + Jakob Valis
Canopy, Noah Emmanuel Leander Rulis + Jakob Valis
Circa Diem, Nina Ludwig + Jalma Fiolka
Circa Diem, Nina Ludwig + Jalma Fiolka
Circa Diem, Nina Ludwig + Jalma Fiolka
Four rooms of one's own/ 340 Old Street, Samuel Klinge
Perseverance Works, Arne Hornef
Perseverance Works, Arne Hornef
Perseverance Works, Arne Hornef
Prisma, Helena Heckenbach + Klara Kollmar
Prisma, Helena Heckenbach + Klara Kollmar
Prisma, Helena Heckenbach + Klara Kollmar

Dunkelheit

DUNKELHEIT Entwurf WS 25-26

Elektrische Beleuchtung ist heute für 15% des weltweiten Stromverbrauchs und 5% der globalen CO2 Emmission verantwortlich. Lichtverschmutzung hat in den letzten 25 Jahren um 50 % zugenommen. Das fortschreitende Verschwinden der Dunkelheit hat gesundheitliche Auswirkungen für alle Lebewesen.

 

Die Klasse für Entwerfen, Architektur und Gebäudetypologie suchte in diesem Semester nach den letzten Winkeln von Atmosphäre im Zeitalter der LED Leuchte. Dieses gebäudetypologische Entwurfsprojekt wendete sich von den lichtdurchfluteten Architekturen der Moderne ab und beschäftigte sich mit lichtarmen Räumen und deren architektonischem und emotiven Potential im Kontext der lichtverschmutzten Stadt. Wir suchten nach einer Ästhetik des Dunklen, des Schattens, der delikaten Nuancierung des Dämmerlichts und sein Wechselspiel mit dem architektonischem Raum. Wir strebten danach, zu einem archaischen, ursprünglichen Gefühl für Raum und Licht zurückzukehren, das den überbeleuchteten Gebäuden von heute entgegensteht. Wir debattierten über die Wirkungen von gelbem, blauem und weißem Licht und die Funktion von Dunkelheit aus phänomenologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive.

 

Ort der Auseinandersetzung war London, Stadt der ersten elektrischen Strassenbeleuchtung in Europa im viert dunkelsten Land der Welt. Anhand einer Reihe von städtischen Bestandsgebäuden in Hoxton, einem sich rapide entwickelnden Stadtviertel im Schatten der City of London, entwarfen wir prototypische Gebäude für die Nacht. Wir bekamen Input von Fotografen, Architekten und Aktivisten, die das Dunkel schätzen und knüpfen an die besondere Tradition von schwarzen Gebäuden in der Stadt an.

 

Innerhalb des Entwurfsprozesses verstanden wir Gebäude als „Schattenmasse”* aus der wir Räume Schritt für Schritt heraushöhlten. Detaillierte eigene Beobachtungen, Experimente, Lichtstudien und Modellbau erlaubten das Testen von Phänomen des Dunklen und seine Wechselwirkungen mit Raum, Geometrie, Material und Oberfläche auf der Suche nach einer neuen Bedeutsamkeit von Dunkelheit in der Architektur.

Lehrende:

Prof.in Marianne Mueller

AM Dana Andronescu

HIWI Eva Lemken

 

Studierende:

Jonathan Dawit

Jalma Fiolka

Helena Heckenbach

Arne Hornef

Minseo Kim

Samuel Klinge

Sophie Kleppin

Klara Kollmar

Liska Langsteiner

Tobias Leischner

Nina Ludwig

Manuel Markin

Noah Emmanuel Leander Rulis

Florentine Schätzle

Fabian Striffler

Jakob Valis

Paul Valentin Varkonyi

 

Danke an:

Hélène Binet, London

Tom Emerson, London

Mario Weck, PSLab

David Brodbeck

Joseph Redpath

Klasse für Entwerfen, Architektur & Gebäudetypologie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart — Prof.in Marianne Mueller AA Dipl, AM Dana Andronescu — Am Weißenhof 1, 70197 Stuttgart — info@abk-eag.de